Up To Date mit dem Rundschreiben 2011

Unser Jugend-Rund­schreiben mit allen wichtigen Terminen für das Jahr 2011 ist da! Zwischen 16 und 35 Jahre alte Vereins­mitglieder erhalten es auto­matisch per Post zuge­sandt. Außer­dem wird es in unserer Mailingliste und  hier auf dieser Seite ver­öffent­licht.

Das Rund­schreiben informiert dich wieder über Veran­staltungen, die wir geplant haben.

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Von Seemanns­knoten und Piraten­liedern

Das Segeln auf dem Chiemsee — jedes Jahr wieder ein Highlight

Wenn Peter Konrad den Termin für das Segeln auf dem Chiemsee für Blinde und Seh­behin­derte bekannt gibt, heißt es: ran ans Telefon oder an die Tasten und sich anmelden, denn diese Veran­staltung findet sehr großen Anklang und ist daher schnell ausgebucht. Das Segeln ist ein Gemein­schafts­projekt des Leo-Clubs München-Bavaria und des Lions Clubs Rosen­heim unter der Leitung von Peter Konrad. Bereits zum fünften Mal wurden im Juli 2010 Blinde und Seh­behin­derte junge Leute vom baye­rischen Blinden- und Seh­behin­derten­bund zum Segeln ein­geladen.

Mit ein paar Freunden habe ich bereits zum dritten Mal wieder einen der begehrten Plätze ergattert, und pünktlich um acht Uhr sitzen wir im Bus, der die 27 Gäste vom BBSB zusammen mit den Leos aus München nach Prien an den Chiemsee bringt. Im Bus herrscht bereits ausgelassene Stimmung, obwohl es noch so früh am Morgen ist. Wir sind alle voller Vorfreude auf das Segeln.

Nach etwa zwei Stunden sind wir an der Anlege­stelle angekommen und werden von Peter Konrad und den anderen vielen Helfern und Skippern begrüßt. Einige kennen sich schon von den bereits durch­geführten Segel­tagen, doch es sind auch wieder viele neue Gesichter dabei.

Schnell werden Schwimm­westen ausgegeben, die Crews einge­teilt, und schon geht es auf die Boote. Jeder kann aussuchen, ob er lieber sportlich oder gemüt­lich segeln möchte. Ich wähle die sportliche Variante und komme auf ein Boot, das sowohl gemüt­lich als auch sportlich segeln kann. Bevor wir starten, holen wir noch Proviant, der an Land für uns bereit steht. Gummi­bärchen und andere Süßig­keiten und Getränke. Es fehlt wirklich an nichts. Dann kann es auch schon losgehen. Wir sind zu siebt auf unserem Boot und von Anfang an ein tolles Team. Das sollte man beim Segeln auch sein, denn jeder muss mit anpacken. Ein kleiner Motor bringt das Boot ein Stück aufs Wasser, und dann hissen wir gemeinsam die Segel. Es herrschen optimale Bedin­gungen: Der Wind ist gut, die Sonne scheint, und alle an Bord fühlen sich wohl.

Mit Händen und Füßen ertasten wir unser Segel­boot, und wir können es sogar steuern. Unser Skipper sitzt daneben und gibt uns Anweisungen, damit das Boot nicht abdriftet. Die anderen beschreiben uns, wo wir gerade sind. Es geht an der Herren­insel und an der Frauen­insel vorbei. Auf geht’s zur nächsten Wende! Wir müssen mithelfen, die Schoten zu ziehen. Puh, Segeln ist wirklich ein Sport!
Unsere sehenden Begleiter stellen fest, dass es gar nicht so leicht ist, den Aufbau von Mast und Baum oder die Funktions­weise der Segel nur mit Worten zu erklären.

Nach einer großen Runde über den Chiemsee treffen wir uns alle auf der Halb­insel Sassau zum gemeinsamen Grillen. Hier müssen manche von uns über mehrere Boote steigen, um an Land zu kommen. Die Helfer staunen nicht schlecht, wie geschickt wir das meistern. Beim Essen tauschen wir unsere Segel­erfahrungen aus. Sascha und Jacqueline erzählen, dass bei ihnen auf dem Boot Kinder Piraten­lieder gesungen haben. Das Lied „Wir dreizehn auf dem Schiff, wir lauern hinterm Riff“ bleibt uns bestimmt noch lange im Ohr. Auch Johannes berichtet begeistert, dass ihm das Segeln viel Spaß gemacht und er zwei Seemanns­knoten gelernt hat.

Selbst ein kurzer Regen­schauer kann einige von uns nicht davon abhalten, im Chiemsee eine Runde zu schwimmen.
Erfrischt und gestärkt können wir nun die Rück­fahrt antreten. Wer möchte, kann noch einmal segeln, die anderen fahren mit dem Bus zurück zum Anlege­hafen.

Wir sind uns alle einig: Es war ein rundherum gelungener und wunder­schöner Segeltag! Die tolle Betreuung, das gute Essen und das Schönste war natürlich das Segeln!
Zurück in München sind alle erschöpft, aber glücklich. Für viele von uns steht fest: „Wir sind im nächsten Jahr wieder dabei!“