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Der Nebel lichtet sich — und das Segel­flug­zeug steigt

Ein Bericht von Sascha Schulze

Am Samstag, den 23. September 2006, fand auf dem Sport­flugplatz Schwabegg (Landkreis Augsburg) Segel­fliegen für Blinde und Seh­behin­derte statt. Die Bahn bescherte den Anrei­senden eine halbe Stunde Ver­spätung, doch um halb zwölf fanden sich alle neun blinden und sehbehinderten Teil­nehmer sowie die Begleiter am Bahnhof Schwab­münchen ein.

Mit Taxi und Privat-Pkw ging’s dann weiter zum Sport­flugplatz Schwabegg. Der kleine Ort lag in dichtem Nebel, sodass erst gar nicht sicher war, ob das Segel­fliegen über­haupt statt­finden würde. Die Teil­nehmer über­brückten jedoch die Zeit mit Kaffee trinken, einer Brotzeit sowie der Besich­tigung einiger Flugzeuge des Segel­flug­vereins. Ein Vereins­mitglied beant­wortete die Fragen der Teil­nehmer, die diese rund um das Thema Segel­fliegen stellen konnten. Außer­dem erfuhren wir einiges über die Geschichte und die Orga­nisation des Segel­flug­clubs Schwabegg, der nur aus ehren­amtlichen Mit­gliedern besteht.

Gegen halb drei war es endlich soweit. Der Nebel lichtete sich, und wir wurden in einem ehe­maligen Kranken­wagen, den der Verein als Trans­porter nutzt, zur Start­bahn gefahren. Für die lange Warte­zeit wurden wir mit herr­lichem Sonnen­schein entschädigt. Nach­einander durften wir Teil­nehmer nun unseren Rund­flug starten. Der Flieger wurde mit einer Seil­winde hochgezogen, bei etwa 300 Metern Höhe ausgeklinkt, und dann begann der Flug. Robert, unser Pilot, erklärte alles, was wir so wissen wollten, und natürlich durften wir auch beim Steuern assistieren. Auch gegen unvorher­gesehene Ereig­nisse waren die Segel­flieger von Schwabegg gewappnet. Einmal riss das Seil der Winde, das aber bald wieder aus­gewechselt werden konnte, sodass auch die letzten von uns Flug­willigen ihre Reise in die Lüfte antreten konnten.  Gegen 18:45 Uhr traten wir dann wieder den Heim­weg an.

Ein langer, aber schöner Tag ging zu Ende. Sowohl den Teil­nehmern als auch den Organi­satoren hat die Veran­staltung großen Spaß gemacht.