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Erfahrungen einer Schülerin beim Berufswahlhilfeseminar 2007

Ein Bericht von Franziska Haberl, 8. Klasse

Vom 28. Februar bis 2. März 2007 nahm ich an einem Seminar in Saulgrub teil. Es wurde vom BBSB (Bayrischer Blinden und Sehbehindertenbund) veranstaltet. Thema des Seminars war die Berufswahl für Sehbehinderte und Blinde. Eingeladen waren Schüler der 8. Hauptschul- und Realschulklassen, die 2008 aus der Schule abgehen werden und Ausbildungsplätze in bestimmten Berufsfeldern suchen. Die Eltern der Schüler und Schülerinnen waren ebenfalls eingeladen.
Meine Klasse ist mit dem Bus angereist, der am 28.2 um 14:00 Uhr vor dem Schulgebäude abfuhr. Die Busfahrt dauerte 2 Stunden. Gegen 16:00 Uhr kamen wir im Aura-Hotel in Saulgrub an.
Als erstes wurde die Zimmerverteilung vorgenommen. Ich erhielt zusammen mit meiner Freundin Jenny das Zimmer 201. Danach zeigte die Hotelmanagerin, Frau Eckert, Eltern und Schülern das gesamte Hotel und seine Einrichtungen. Anschließend gab es eine Vorbesprechung mit Referentinnen und Referenten, Erzieherinnen und sonstigen Aufsichtspersonen. Es folgte ein Abendessen.
Der Donnerstag fing mit einem guten gemeinsamen Frühstück an. Das Vormittagsthema des Seminars lautete „ Berufliche Möglichkeiten im Überblick". Dazu wurden die Seminarteilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Eltern trafen sich im Labersaal, die Schüler in der Turnhalle. In unserer Gruppe stellten zehn Referenten sich und ihre Berufe vor. Sie schilderten den Grad ihrer Sehbehinderung und ihre Schulausbildung. Anschließend erzählten sie die Geschichte ihrer Berufswahl und den Einstieg ins Berufsleben. Von den vorgestellten Berufsfeldern und Berufen haben mir Büroberufe im öffentlichen Dienst, wie zum Beispiel Kauffrau für Bürokommunikation oder Telekommunikation besonders gefallen.
Nach der Pause führten mein Onkel und ich Einzelgespräche mit Herrn. Dellert (öffentlicher Dienst), Frau. Riek (Bürokommunikation) und Frau Göttler (Telekommunikation), um weitere und zusätzliche Informationen über diese Berufe zu bekommen Aber ich weiß nicht genau, was ich machen werde. Vielleicht hänge ich noch ein Schuljahr dran und mache die M 10. Damit war der Vormittag zu Ende und es gab ein leckeres Mittagessen. Nach dem Essen teilten sich Schüler und Eltern in drei Arbeitsgruppen auf. Ich war in der Arbeitsgruppe „ Was erwartet mich in Ausbildung und Beruf?" Wir sollten auf einem Flip-Chart alle Vor- und Nachteile, die uns zum Berufsleben einfielen, aufschreiben. Es kam eine lange Liste zustande. Diese sollten wir am nächsten Tag allen Seminarteilnehmern und Referenten vortragen. Am späten Nachmittag wurden Eltern und Schülern die Bildungseinrichtungen und Ausbildungsangebote für Blinde und Sehbehinderte vorgestellt. Mein Eindruck war, dass es dort viele Möglichkeiten für eine Ausbildung gibt und eigentlich für jeden etwas dabei sein müsste. Um 18:00 Uhr trafen sich alle zum Abendessen.
Am Freitag nach dem Frühstück wurden die Seminarteilnehmer wiederum in zwei Gruppen aufgeteilt: eine Schüler- und eine Elterngruppe. Vorgestellt wurde der zweite Teil der beruflichen Möglichkeiten. Interessant fand ich den Beruf des Klavierstimmers und des Altenpflegers. Bürstenbinder und Hauswirtschaft gefiel mir nicht so gut. Nach der Pause führten mein Onkel und ich noch ein Einzelgespräch mit Herrn Schlecht über den Beruf des Tontechnikers, wobei es uns nicht um die Technik, sondern um den Beruf eines Rundfunksprechers ging. Für diesen Beruf scheint es allerdings keine Ausbildung zu geben. Man braucht eine gute Stimme und wahrscheinlich auch Schauspielunterricht. Vor dem Mittagessen haben mein Onkel und ich uns die optischen und elektronischen Hilfsmittel für Sehbehinderte angeschaut.
Nach dem Mittagessen berichteten die drei Arbeitsgruppen vom Donnerstag über die Erkenntnisse und Ergebnisse aus ihren Arbeitsthemen. Meine Gruppe präsentierte die Vor- und Nachteile im Beruf aus unserer Sicht. Wir erhielten viel Beifall.
Anschließend gab es für alle Seminarteilnehmer ein Abschlussplenum mit einer Zusammenfassung und Auswertung des dreitägigem Seminars. Der Tag endete mit einem Candlelight-Dinner und anschließender Disco.
Am Samstagfrüh war nur noch Packen, Frühstücken und Heimfahren angesagt. Ich fand die ganze Veranstaltung gut und gelungen.